Effektiver und cleverer SVM siegt im Frankenwald

Effektiver und cleverer SVM siegt im Frankenwald

von Alexander Grober (anpfiff.info)

Für die Heimelf war es ein immens wichtiges Spiel. Man wollte sich nach der 1:5-Klatsche in Coburg rehabilitieren und mit einem Heimsieg zurück in die Spur finden. Für den SV Memmelsdorf ging es darum, sich weiterhin im Tabellenvorderfeld festzusetzen und ebenfalls Zählbares aus dem Frankenwald mit nach Hause zu nehmen. SVM-Führung zum psychologisch wichtigen Zeitpunkt Von Beginn an merkte man der Heimelf noch die Verunsicherung an, die man aus dem letzten Spiel in Coburg innehatte. Man verlor deutlich mit 1:5 in einer Art und Weise, die nicht zu akzeptieren war. Nun galt Wiedergutmachung, die zu Beginn noch schwer fiel. Dementsprechend kam die Mannschaft von Spielertrainerduo Wernsdorfer/Saal besser ins Spiel und hatte nach fünf Minuten ihre erste sehr gute Aktion. Nach einem Eckball von Max Hüttner stieg Torjäger Luis Grasser im Zentrum alleingelassen am höchsten, scheiterte aber am sehr gut reagierenden Tobias Bauerschmidt im SVF-Kasten. Das hätte bereits der frühe Nackenschlag für die Heimelf sein können, doch der formstärkste Friesener in aktuellen Tagen wusste dies zu verhindern. Nach einer kurzen Abtastphase fand die Heimelf dann immer besser rein ins Spiel, hatte einige gute Aktionen verzeichnen können, doch die letzte Konsequenz fehlte noch im Spiel nach vorne. Die beste Chance hatte dann Nils Firnschild nach 20 Minuten, als er fein durch die Schnittstelle bedient wurde, doch SVM-Schlussmann Thomas Schuberth gedankenschnell aus seinem Tor eilte und den Abschluss parieren konnte. Drei Minuten später nickte Rico Nassel nach Daumann-Hereingabe über die Latte, als die Frankenwälder nun die etwas aktivere und bessere Mannschaft waren. Nach einer knappen halben Stunde Spielzeit war es Nils Firnschild, der Lukas Mosert mit einem starken Heber durch die Gasse schickte. Doch sein Abschlussversuch wurde im letzten Moment noch unterbunden. Direkt nach dem nachfolgenden Eckball schaltete Memmelsdorf blitzschnell um, als Fabian Trunk mit dem Leder über den fast kompletten Platz marschierte und querlegte zu Torjäger Grasser. Der zögerte den Tick zu lange, sodass Jonathan Müller ihn noch rechtzeitig abgrätschen konnte. Nun war die Zeit des SVM gekommen, der nun wieder die Spielkontrolle übernahm und durch Spielertrainer Michael Wernsdorfer zwei gute Aktionen hatte. Beide Male konnte aber Friesen im Defensivverbund klären. Als dann das Spiel zum Ende der ersten Halbzeit immer mehr dahinplätscherte, fiel nach einer Unachtsamkeit in der heimischen Hintermannschaft das 0:1 für die Gäste aus der Schmittenau. Nach einem Abschlag von Thomas Schuberth wurde der Ball immer länger und landete ca. 25 Meter vor dem Tor, wo Lukas Schuberth Luis Grasser durch die Schnittstelle bedienen konnte. Er hatte dann keine Mühe einzuschieben, auch wenn Bauerschmidt noch dran war und ein Friesener Akteur fast noch retten konnte. Das war das 0:1 zu einem immens wichtigen Zeitpunkt aus Sicht der Gäste, die damit in die Halbzeit gehen konnten.

 

Wernsdorfer trifft während der Friesener Drangphase zur Entscheidung für den SVM

Viel bissiger, agiler und zweikampfstärker präsentierte sich der SV Friesen direkt nach Wiederbeginn. Direkt nach nicht einmal 120 Sekunden hatte Nils Firnschild aus 15 Metern eine sehr gute Chance, als er einen abgeblockten Schuss von Lukas Pflaum aufnahm, aber denkbar knapp am Pfosten vorbeischob. Da hatten die heimischen Anhänger bereits den Tor-Schrei auf den Lippen. Doch die Drangphase bestand nicht sehr lange, da nun Memmelsdorf immer mehr dagegenhielt und sich nach kurzem Straucheln wieder fangen konnte. In der Folgezeit passierte nicht viel Nennenswertes, als Friesen immer anzurennen versuchte, aber meist die Angriffbemühungen früh von den Gästen unterbunden werden konnten. Maximilian Graf hatte nach 64 Minuten die nächste Gelegenheit in der Partie, als sein Schuss nach einem Freistoß-Abpraller von Thomas Schuberth gut pariert werden konnte. Fünf Zeigerumdrehungen später dann die dicke Chance - erneut von Graf - auf 1:1 zu stellen. Nassel machte im Mittelfeld klasse das Leder fest und steckte durch auf den durchgebrochenen Nikolai Altwasser. Seine Hereingabe landete im Zentrum beim ebenfalls aufgerückten Maximilian Graf, der unter Bedrängnis das Leder nur knapp über das Tor hob. Das war eine Art Initialzündung der Heimelf, die nun immer zwingender und drückender wurde. Mitten in der Drangphase war man dann bei einem zweiten Ball viel zu passiv, als sich eine Riesenlücke auftat, Michael Wernsdorfer sich das Leder schnappte und den SVM mit einem satten, abgefälschten Schuss mit 0:2 in Führung brachte. Das war eine Art Nackenschlag für die Frankenwälder, die zuvor sehr bemüht war und einem Punktgewinn sehr nahe. Doch die Eck-Elf steckte weiterhin nicht auf, erspielte sich allerdings nur noch Halbchancen. In der Schlussphase passierte nicht mehr viel Nennenswertes, bis auf die Chance der Gäste, wo Torjäger Luis Grasser die Schmittenauer gar mit 0:3 in Führung bringen hätte müssen. Nach schnellem Umschaltspiel war es ein Doppelpass zwischen Fabian Trunk und Luis Grasser, der die SVF-Defensive aushebelte. Zweiterer umkurvte in der Folge Keeper Bauerschmidt, schoss das Leder aber nur ans Außennetz. Das wäre des Guten auch zu viel gewesen.

Die cleverere Mannschaft siegte am Ende im Landesligaderby

Die Memmelsdorfer landeten einen effektiven Auswärtssieg im Frankenwald, mit dem sie den dritten Tabellenplatz festigen konnten. Dahingegen konnte sich der SV Friesen nicht in ihrer Drangphase in der zweiten Halbzeit mit einem Punktgewinn belohnen, der im Hinblick auf den Tabellenstand immens wichtig gewesen wäre. Nun steht man mit zehn Punkten aus neun Spielen auf Platz 6 der Tabelle, der bekanntlich nicht für die Aufstiegsrunde berechtigt. Memmelsdorf hingegen konnte sich ein Vier Punkte-Polster auf die Verfolger Euerbach/Kützberg und Coburg erarbeiten, hat aber allerdings auch ein Spiel mehr absolviert.

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