Grasser mit spätem Siegtreffer für den SVM

Grasser mit spätem Siegtreffer für den SVM

Von Markus Schütz (anpfiff.info)

Vor 120 Zuschauer holte sich der SV Memmelsdorf einen durchaus glücklichen Heimsieg gegen den FC Coburg. Schon alleine, weil der Treffer drei Minuten vor dem Ende der regulären Spielzeit fiel. Aber auch, weil die Gäste über 90 Minuten gesehen das Team waren, das den Tick aktiver war und auch mehr echte Torchancen hatte. Wichtig für die Heimelf war vor allem auch, dass nach dem Rückstand sofort der Ausgleich gelang.

Sehr auffällig, gerade in der ersten Hälfte, war der Coburger Aykut Civelek (rot), der es hier mit dem Memmelsdorfer Fabian Trunk zu tun bekommt.

 

Beide Mannschaften gingen mit der Empfehlung eines 2:1-Sieges in die Partie Vierter gegen Fünfter. Die Heimelf setzte sich gegen Euerbach/Kützberg durch, die Gäste fügten dem Tabellenführer Geesdorf auswärts sogar die erste Saisonniederlage bei.

Wichtig für den SVM der postwendende Ausgleich

Dementsprechend selbstbewusst gingen die Coburger auch in die Partie. Und die Mannschaft von Lars Müller legte einen guten Start hin. Vorwärtsgang eingelegt, schnelles direktes Spiel, meist ausgehend über Aykut Civelek und Eric Heinze, die viele Kontakte hatten. Das sorgte dafür, dass die Memmelsdorfer sehr schwer in ihre defensive Ordnung fanden. So musste früh Keeper Thomas Schuberth gegen Adrian Guhling eingreifen, indem er seinen Schuss aus 16 Metern halbrechter Position über die Querlatte lenkte. Dazu setzte Tevin Mc Cullough aus der gegengleichen Position von halblinks den Ball nur um Zentimeter am Pfosten vorbei. Memmelsdorf traf sich nach vorne noch nicht und sorgte so kaum für Befreiung, von eigener Torgefahr ganz zu schweigen. Anders die Coburger, die sich weiterhin vorwiegend in der Hälfte des Gegners aufhielten. Und dann in Führung gingen, als die Memmelsdorfer nach und nach einen stabileren Eindruck machten und sich spielerisch auf Augenhöhe heranarbeiteten. Verdient war die Führung bis dahin natürlich trotzdem, die Adrian Guhling besorgte. Ausgangspunkt war ein direkter Freistoß aus etwa 22 Metern. Der erste Versuch von Aykut Civelek prallte dem Schützen wieder vor die Füße. Während die Memmelsdorfer rausrückten - ging Adrian Guhling die Gegenbewegung, wurde von Civelek perfekt bedient und stand plötzlich frei vor dem Memmelsdorfer Tor. Guhling ließ Schuberth keine Chance und verwandelte sicher zum 0:1. "Wichtig sind jetzt die nächsten zehn Minuten!", kam von Memmelsdorfs Spielertrainer-Teil Markus Saal von außen als Warnung. Gemeint war die Erfahrung, die die Heimelf schon oft machten musste, dass ein Gegentreffer etwas auslöst - und der Gegner nicht selten schon unmittelbar nachlegte. Aber es kam ganz anders. Erstens dauerte es nur drei Minuten, bis es klapperte. Und dann auch noch auf der Gegenseite. Und wie: Memmelsdorf kam im Zentrum zu leicht an den Ball, Kapitän Daniel Krüger wurde angespielt und machte noch ein paar Meter - und setzte ihn dann wuchtig und wie an der Schnur gezogen ins vom Schützen aus gesehen linke Toreck. Bei Coburg war Eric Heinze zu diesem Zeitpunkt schon Gelb-Rot gefährdet, machte das dann aber intelligent und stand bis zum Schluss auf dem Feld. Bis zum Pausenpfiff war es nun ein ausgeglichenes Spiel mit jeweils ein, zwei Chancen auf beiden Seiten. Zunächst war beim 22-Meter-Linksschuss von Fabian Trunk Torhüter Oleksandr Churilov mit den Fingerspitzen noch dran, kurz darauf lenkte er einen Wernsdorfer-Freistoß gut zur Seite weg. Auf der Gegenseite gab es kurz vor dem Seitenwechsel sogar eine Doppelchance, nach einem schönen Angriff über die rechte Seite. Schlussendlich setzte Rene Knie den Ball knapp am Pfosten vorbei.

Grasser steht kurz vor Schluss richtig

Beide Teams kamen unverändert aus den Kabinen. Die erste nennenswerte Aktion war eine der gut durchdachten Ecken-Varianten der Gäste, die zwar in dieser Partie nicht zum Erfolg führten, aber die Memmelsdorfer zwei, drei Mal durchschüttelten. Hier war als dritte Station und Abnehmer am Fünfer der einlaufende Tevin Mc Cullough den berühmten Zentimeter zu klein, sonst hätte er den Ball an Torwart Schuberth vorbei verlängert. Nach einer Stunde lag dann das Leder zum zweiten Mal im Coburger Tor, aber Luis Grasser stand bei Ballabgabe knapp im Abseits. Der Memmelsdorfer Stoßstürmer hatte bis dahin wenige Ballkontakte, bei den langen und oft hohen Zuspielen war er meist auf verlorenem Posten gegen die Coburger Innenverteidigung um den souveränen Kapitän Davide Dilauro und den vor allem in der Luft starken Gökhan Sener. Aber auch Memmelsdorf stand im zweiten Durchgang recht gut und ließ weniger zu. Der eingewechselte Kevin Hartmann brauchte dann nochmal gut Schwung ins Spiel der Coburger. Er war es auch, der nach 66 Minuten plötzlich frei vor Thomas Schuberth auftauchte. Im Eins-gegen-Eins fuhr der Memmelsdorfer Keeper aber den Fuß aus und klärte in höchster Not. Wohl keine Chance hätte er bei Aykut Civeleks Schlenzer kurz darauf gehabt, aber der Ball drehte sich knapp am Pfosten vorbei. Insgesamt war Coburg weiterhin die Mannschaft, die einen Tick mehr Ballbesitz hatte. Aber mit zunehmender Dauer deutete alles auf ein Unentschieden hin - mit dem dann beide auch ganz gut hätten leben können. Es wurde aber keines, weil die Memmelsdorfer kurz vor Schluss eine ihrer wenigen gefährlichen Aktionen des zweiten Durchganges nutzten. Eine Flanke von Lukas Schuberth verwertete er per Kopf clever. Clever deshalb, weil er gegen den sich in der Gegenbewegung befindlichen Keeper Churilov weniger Wert auf Platzierung und Druck, sondern auf die Flugkurve seines Kopfballs legte, so dass sich der Ball über den Torhüter ins Netz senkte. Die Coburger versuchten es in den verbleibenden Minuten zwar nochmal und Rene Knie kam einem Treffer auch sehr nahe, aber sein Ball wurde noch abgefälscht und ging am Pfosten vorbei.

Memmelsdorf schiebt sich auf Rang drei

Durch den Sieg ist der SV Memmelsdorf trotz seines negativen Torverhältnisses nun Dritter in der Vorrundengruppe A. Ein Sieg, der in der Gesamtheit natürlich glücklich ist, weil er spät zustande kam. Die größeren Chancen hatten dazu die Coburger, die zumindest nicht als Verlierer vom Feld gegangen wären, wenn sie eine ähnliche Quote gehabt hätten wie die Memmelsdorfer. Für die traf dann der Führende der Torschützenliste der NW-Gruppe A, obwohl er ansonsten weitgehend unter Kontrolle war - zu einem Zeitpunkt als der Großteil der Anwesenden sich schon mit einem Unentschieden abgefunden hatten.

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